Die Rolle der römischen Religion bei der Legitimation von Caesars Herrschaft

Dieser Audiomitschnitt thematisiert das einzigartige Wesen der römischen Religion und deren entscheidende Rolle bei der Legitimation von Caesars Herrschaft. Im Gegensatz zu modernen Glaubensformen basierte das antike System nicht auf heiligen Schriften, sondern auf einem transaktionalen Rechtsverhältnis zwischen Menschen und Göttern, das strikte Rituale und die Autorität der Vorfahren priorisierte. Die Sprecher erläutern, wie Religion und Politik untrennbar verwoben waren, wodurch geistliche Ämter zu strategischen Instrumenten im machtpolitischen Wettbewerb wurden. Vor diesem Hintergrund wird Caesars Selbsterhebung zum Gott nicht als bloßer Größenwahn, sondern als notwendige ideologische Innovation zur Festigung seiner Alleinherrschaft interpretiert. Letztlich dient die Analyse dazu, die religiöse Transformation Roms als das fundamentale Fundament für den Übergang von der Republik zum Kaiserreich zu verstehen.

Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert